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Substitutionen fremder Regler

Ausfall eines fremden Umrichters oder Phasenanschnittgerätes

In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Unruhe! Die Umrichter sind so konzipiert, dass ein universeller Einsatz möglich ist. Der L 1000A (YASKAWA) kann weitgehend problemlos an vorhnandene Asynchron- und Synchronantriebe eingesetzt werden. Selbst bei späterem Triebwerkstausch (z.B. von Asynchron auf Synchron) kann dieser i.d.R. weiterverwendet werden. Die gängigsten Gebersignale und Transferprotokolle können verarbeitet werden. Wurde das ausgefallene Gerät vorher über die Parallelschnittstelle angesteuert, so können die Ansteuerungssequenzen weitgehend übernommen werden. Und wenn ein Signal nicht in den Steuerungsablauf hinnein passt - kein größeres Problem, denn die integrierten Steuerungsfunktionen können diesen "Mangel" i.d.R. ohne zusätzlichen Hardware-Aufwand beseitigen.

Ist es ein Phasenanschnittgerät ausgefallen, kann dieses gegen einen (kleineren) Frequenzumrichter ersetzt werden. Sie liefern uns die elektrischen Daten und wir werden den Antrieb als "geregelte Frequenzumrichteransteuerung" auslegen und anbieten.

Vorteil der Substtution des Phasenanschnittgerätes:

  • geringere Stromaufnahme allgemein und beim Bremsen im Besonderen
  • geringere thermische Belastung in den Maschinenräumen
  • keine akustischen Störungen durch Körperschall im Gebäude durch fehlende Wirbelstrombremsung
  • Verringerung der thermischen und mechanischen Belastung der Maschine  

Moderne microprozessorgesteuerte Aufzugssteuerungen verfügen intern über Steuerungsfunktionen, die den Betrieb des L1000A / L1000V ermöglichen (Auswahl):

STEP-Sigriner, NEW, LISA, Kollmorgen, Böhnke und Partner, Straak, Weber, Rekoba, LS (Thyssen), TMS (Kone)  u.v.a.

Folgende im Einsatz befindliche Frequenzumrichter können z.B. nach unseren Erfahrungen und Kunden-Feedbacks gegen den L 1000A / L1000A  ausgetauscht werden:

Dynatron F, Struckmeier, Dietz, Micotrol, Yaskawa / Omron, Kone 1. Generation, Ziehl-Abegg, KEB, Siemens, Loher, RST, Vacon, KW u.v.a.m.

Was ist beim Einsatz als Austauschgerät zu beachten?

  1. Versuchen Sie zu ergründen, was die Ausfallursache des schadhaften Gerätes war / ist. Ein nicht beseitigter externer Fehler kann das neue Gerät ebenfalls schädigen!
  2. Auslegung des Nennstromes. Der Nennstrom richtet sich in erster Linie (besonders wichtig bei Ersatz von Phasenanschnittgeräten!) nach dem Leerlaufstrom. Der Leerlaufstrom ist nicht unterbietbar! Der Umrichternennstrom mal Überlastfaktor sollte immer größer sein als der ca. 2-fache Motornennstrom!
  3. Verwendung der vorgeschriebenen Netzfilter - die Weiterverwendung der alten Netzfilter des zu ersetzenden Gerätes wird aus EMV-Schutzgründen nicht empfohlen.
  4. Konsequente Verlegung der geschirmten Leitungen (Drehgeber!)
  5. Installation auf Drahtbruchsicherheit prüfen und ggf. ausführen bzw. ändern. Es ist immer besser, wenn für die Richtungen 2 getrennte Signale anliegen!
  6. Netzschütz vorsehen. Der Thermokontakt des Bremswiderstandes sollte das Netzschütz ansteuern.
  7. Für gute Belüftung sorgen!
  8. Bremswiderstände nicht im Schaltschrank einbauen - thermische Überlastung der Elektronik!
  9. Die Geberstrichzahl sollte mind. 1024 I/U betragen
  10. Beim Steuerungshersteller nachfragen, ob es "Kits" für den Umbau gibt (z.B. Interface mit Datensatz-Hinterlegung)
  11. Exaktes Autotuning durchführen.
  12. Sämtliche Kontakte der Leistungsschütze auf Abbrand kontrollieren und ggf. wechseln!
  13. Nach Fertigstellung mindestens Prüfung des gesamten Sicherheitskreises bzw. Sicherheitsfunktionen auf vollständige Funktionsfähigkeit.    
  14. Ggf. Abnahme durch Sachverständigen veranlassen
 

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